Ruhrstadt-Imker e.V.- Bochum/Ruhrgebiet
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RI-Aktuell 18. Dezember 2012

Ruhrstadt-Imker-Aktuell

Aktuelle Tipps zur Bienenpflege

Restentmilbung mit Oxalsäure (Nachzügler)

Zu Beginn der zweiten Dezemberdekade herrschten gute Bedingungen für die Restentmilbung mit Oxalsäure. Wer diese Gelegenheit in der Adventszeit verpasst hat kann die Behandlung seiner Bienenvölker in der Weihnachtszeit nachholen.

Laut Wetterprognose soll es dann Nachtfrost geben. Am besten führt man die Träufelbehandlung am frühen Morgen nach einer frostig-kalten Nacht durch.

Es empfiehlt sich, vorher eine Gemülldiagnose durchzuführen. Sie gibt Auskunft darüber, wie stark das Bienenvolk von der Varroamilbe befallen ist, wo es sitzt und wie viele Wabengassen es besetzt. Für diese Gemülldiagnose wird die Windel etwa eine Woche lang eingeschoben.

Der Varroabefallsgrad kann mit Hilfe des natürlichen Milben(ab)falls beurteilt werden. Der Umrechnungsfaktor liegt bei brutfreien Völkern (im Winter) höher (etwa bei 500) als bei brütenden Völkern (im Sommer, dann etwa bei 100-300). Er wird in Anzahl Milben/Tag erfasst. Wenn der natürliche Milbenfall bei 1 Milbe/Tag oder höher liegt sollte eine Restentmilbung auf jeden Fall erfolgen.

Der durch die Oxalsäurebehandlung ausgelöste Milbenfall hält bis zu 4 Wochen an. Sein Maximum tritt zwischen dem 2. und 4. Tag nach der Behandlung auf. Etwa 80% der bekämpften Milben fallen innerhalb einer Woche. Dieser Zeitraum genügt, um den Behandlungserfolg der Restentmilbung zu beurteilen. Danach werden die Windeln gezogen und die Völker bis zum Sommer des nächsten Jahres über offenem Gitterboden geführt.

Im Winter muss nur darauf geachtet werden, dass die Fluglöcher nicht verstopfen. Das ist gewährleistet, wenn die Fluglöcher weit geöffnet sind und ein Mäusegitter angebracht ist, das den Mäusen den Zutritt verwehrt.

Wie die Behandlung durchgeführt wird zeigt der Film: