Ruhrstadt-Imker e.V.- Bochum/Ruhrgebiet
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Gemülldiagnose im Frühwinter

Die Gemüll- oder Windeldiagnose im Frühwinter

Vor und nach der Restentmilbung, die in der Regel im Frühwinter ansteht, ist eine Gemülldiagnose empfehlenswert. Mit ihr wird der natürliche Milbenfall vor der Träufelbehandlung mit Oxalsäure ermittelt und der durch die Behandlung ausgelöste Milbenfall erfasst. Zählen lohnt sich! Danach weiß man genau, wie hoch die Milbenlast der Völker war.

Außerdem gibt die „Windeldiagnose“ Auskunft über Sitz und Stärke des Bienenvolkes. Das Auftauchen von hellen Varroamilben im Gemüll ist ein Hinweis, dass und wo im betreffenden Volk noch (befallene) Brut geschlüpft ist.

In brutfreien Völkern entsteht Gemüll beim Öffnen von Futterzellen durch Abschroten der Deckel. Die Farbe des Gemülls gibt Aufschluss über das Alter der Vorratszellen.

Die folgenden Gemüll-Bilder von Versuchsvölkern der Ruhr-Universität Bochum sollen dem Betrachter helfen, das Gemüll seiner eigenen Völker zu interpretieren.

Gemülldiagnose vor der Oxalsäurebehandlung

und an einem anderen Standort ...

Gemülldiagnose nach Oxalsäurebehandlung

© Dr. Gerhard Liebig